Bei dieser Technik wird kurz vor der Aufnahme eine Kollodiumschicht auf eine Glasplatte aufgegossen (1), die dann sofort, noch nass, sensibilisiert, belichtet (2) und entwickelt werden muß. Nach dem Fixieren, Wässern und Trocknen wird das empfindliche Bild noch mit einer Firniß beschichtet.
Da einige Schritte natürlich bei Dunkelheit ausgeführt werden müssen, ist eine Dunkelkammer (oder Dunkelzelt) auch bei Außenaufnahmen unerlässlich (3).
Bei der Verwendung schwarzer Glasplatten ergeben sich sehr reizvolle Direktpositivbilder. Sie werden Ambrotypie genannt und sind Unikate. Ähnlich sind die Ferrotypien, auf geschwärztem Blech. Wenn man auf klarem Glas fotografiert, erhält man Negative, die auf verschiedene Weise kopiert oder vergrößert werden können. (Elektronische Bildabtastung ist auch möglich)
Warum Nassplatte? Zuerst natürlich wegen der interessanten Ergebnisse. Aber die umfangreiche Vorbereitung und die Handarbeit gehören auch dazu. Die Art und Weise, wie der Fotograf jeden einzelnen Schritt ausführt, wirkt sich unmittelbar aus. Kleine Fehler beim Hantieren hinterlassen Spuren, die sich im Bild verewigen.
Ambrotypien sind etwas ganz Besonderes, da die Platten, die aus der Kamera kommen, direkt zum Foto werden. Mit anderen Worten: Die Glasplatte, die man betrachtet, war „vor Ort“ und hat die Lichtstrahlen des Motives aufgefangen. Die Wahl des Aufnahmeobjektivs spielt auch noch eine Rolle, aber die Ergebnisse sind fast immer voller Poesie.
Wenn Sie tiefer einsteigen möchten in das Abenteuer Kollodium-Fotografie, können Sie bei mir einen Kurs besuchen,
bei dem Sie alle Schritte der Verarbeitung gezeigt bekommen und Ambrotypien oder Negative selbst anfertigen werden.
Vorkenntnisse sind nicht unbedingt nötig.
Alle benötigten Materialien werden von mir zur Verfügung gestellt. Die Kurse finden jeweils an einem Wochenende
statt, zur Einstimmung ist auch ein Treffen am Freitagabend möglich.
Sprache: deutsch/ englisch/ französisch, aber nicht alles gleichzeitig!
Termine Berlin (2- 3 Teilnehmer, Kosten p. P. 250€)
-zur Zeit keine Termine geplant-
Termine in Dresden und Mulhouse/ Frankreich sind geplant
Beim Zunft- und Handwerkermarkt Seligenstadt/ Hessen am 19. und 20. Mai 2012 werde ich wieder mittelst
Kollodiumverfahren Porträte fotografieren.
Wenn Sie ein Portrait, ein Familienfoto oder Anderes im nassen Kollodiumverfahren fotografiert haben möchten, fragen Sie nach einem individuellen Angebot. Ich fotografiere bis zum Plattenformat 24x30cm, auch unterwegs.
Jan Vogtschmidt